eBay-Anbindung
Verkaufen Sie Ihre Shop-Artikel auf eBay: Der Shop stellt Angebote automatisch ein, gleicht Preise und Bestände ab und importiert Bestellungen. Dieser Leitfaden beschreibt beide Anbindungen, eBay (classic) und die neue eBay-Anbindung, jeweils mit den Einstellungen im Backend.
Welche eBay-Anbindung passt zu Ihrem Shop?
Im Menü Multichannel stehen zwei Anbindungen zur Verfügung. Verbinden Sie ein eBay-Konto immer nur mit einer davon, sonst stellen beide dieselben Artikel ein.
eBay (classic)
Die bewährte Anbindung über die Trading API von eBay. Sie stellt Artikel mit Varianten als ein Angebot ein, überträgt die Herstellerangaben zur Produktsicherheit (GPSR) und bringt den ausführlichen Lagerbestands-Schutz mit.
Menü: Admin → Multichannel → eBay (classic)
eBay (neu)
Die Anbindung über die REST-Schnittstelle von eBay mit OAuth-Anmeldung. Sie nutzt dieselben Einstellungsmasken wie die Kaufland-Anbindung: Mindest- und Höchstbestand sowie Kategorie- und Lagerauswahl je Marktplatz. Variantenangebote überträgt sie nicht, die Herstellerangaben (GPSR) sendet sie ab Version 4.9.70.
Menü: Admin → Multichannel → eBay
| Funktion | eBay (classic) | eBay (neu) |
|---|---|---|
| Verbindung herstellen | Knopf „Mit eBay verbinden“ | Anmeldung bei eBay beim ersten Abruf |
| Varianten als ein Angebot | ja (Family) | nein |
| Herstellerangaben (GPSR) | ja, aus der Herstellerverwaltung | ja, aus der Herstellerverwaltung ab V4.9.70 |
| Regeln für den Bestand | Lagerbestands-Schutz mit mehreren Schaltern | Mindest- und Höchstbestand |
| Kategorie- und Lagerauswahl für den Export | nein | ja |
| Nur Preis und Bestand übertragen | Upload-Modus „Nur Angebot“ | Upload-Modus „offer_only“ |
| Neuer Versuch nach einer Ablehnung | nach einem Tag, bei vorübergehenden eBay-Störungen nach einer Stunde | nach einem Tag |
Wie richte ich eBay (classic) ein?
Alle Einstellungen finden Sie unter Admin → Multichannel → eBay (classic) → Reiter „eBay-Konfiguration“. Änderungen speichern Sie mit „Aktualisieren“.
Konto verbinden ab V4.9.26
Tragen Sie unter „Live eBay-Account“ Ihren eBay-Mitgliedsnamen ein, übernehmen Sie mit „XONIC-App-Werte übernehmen“ die Zugangswerte und speichern Sie. Beim Speichern verlangt das Formular den Artikelstandort und mindestens eine eBay-Kategorie (Schritt 3).
Klicken Sie dann auf „Mit eBay verbinden“ → „Bei eBay anmelden“. Melden Sie sich im neuen Tab mit Ihrem Verkäuferkonto an und bestätigen Sie den Zugriff. Zurück im Shop holt „Anmeldung abgeschlossen – Token abholen“ die Freigabe ab.
Stellen Sie zum Schluss „ebay-Account-System“ auf Live und speichern Sie erneut. „Gültigkeit prüfen“ zeigt jederzeit, wie lange die Freigabe gilt.
Rahmenbedingungen holen
Legen Sie Zahlungs-, Versand- und Rücknahmebedingungen zuerst in Ihrem eBay-Konto an. „Importiere Rahmenbedingungen“ überträgt sie in den Shop und ersetzt dabei den bisherigen Stand.
Schalten Sie anschließend unter „Rücknahmebedingungen“ und „Zahlungs- u. Versandarten“ die Bedingungen frei, die am Artikel zur Auswahl stehen sollen.
Standort und Vorauswahl
Unter „Artikelstandort“ tragen Sie Ort, PLZ und Land Ihres Versandlagers ein.
Unter „Globale Einstellungen“ legen Sie fest, welche Artikelzustände und Versandzeiten am Artikel wählbar sind und ob die GTIN übertragen wird. Unter „eBay-Kategorien“ kreuzen Sie die Kategorien an, in denen Sie verkaufen.
Festpreis-Angebote
- Stückzahl: feste Menge oder der aktuelle Lagerbestand. „max. Stückzahl“ begrenzt die Menge je Käufer.
- Übergabe eBay-Preis: Shop-Preis oder eigenes eBay-Preisfeld, wahlweise mit prozentualem Aufschlag und Rundung.
- Kundengruppe für Preisberechnung: zum Beispiel eine eigene Preisliste für eBay. Sonderpreise haben Vorrang vor Gruppenpreisen.
- Variantenübertragungsmethode: „Family (Produktfamilien)“ ist die empfohlene Methode.
Automatik einschalten
Im Abschnitt „Lagerbestands-Schutz“ schaltet „Automatischer Upload neuer Produkte“ das selbstständige Einstellen neuer Artikel ein. Laufende Angebote gleicht der Shop unabhängig davon ab.
Legen Sie dort auch „Bestellstatus beim Import“ und „Bestellungen importieren ab“ fest, und prüfen Sie den Lagerbestands-Schutz, bevor Sie viele Artikel auf einmal freigeben.

Wie kommen Artikel zu eBay (classic)?
Sie geben Artikel frei, der Shop stellt sie ein und hält Preis und Bestand aktuell.
Artikel freigeben
Schalten Sie am Artikel im Reiter eBay „Artikel für eBay“ ein und füllen Sie die Pflichtfelder: eBay-Kategorie, Artikelzustand, Zeit bis Versand sowie Rückgabe-, Versand- und Zahlungsbedingungen.
Optional: ein eigener eBay-Titel (Zusatzfeld ebay_titel, höchstens 80 Zeichen), eine abweichende eBay-Beschreibung und ein eigener eBay-Preis. Für viele Artikel auf einmal weisen Sie die Einstellungen im Reiter eBay Vorlagen ganzen Shop-Kategorien zu.
Einstellen und abgleichen
Ist der automatische Upload an, stellt der Shop freigegebene Artikel selbst ein. Von Hand geht es über die eBay-Übersicht: Artikel markieren → „Artikel für Export vorbereiten“ → Reiter „eBay Artikel-Export“ → „Artikel zu eBay hochladen“.
Änderungen an Preis, Bestand und Inhalt überträgt der Abgleich automatisch, die zuletzt geänderten Artikel zuerst. Upload und Abgleich arbeiten in kleinen Paketen. Bei großen Sortimenten dauert es deshalb eine Weile, bis alles übertragen ist.
Artikelmerkmale
Marke, Herstellernummer und EAN überträgt der Shop automatisch. Dazu wird jedes aktive Produkt-Zusatzfeld zu einem eBay-Artikelmerkmal, der Feldname ist der Name des Merkmals.
Verlangt eBay in einer Kategorie weitere Pflichtmerkmale, etwa „Größe“ oder „Farbe“, legen Sie dafür Zusatzfelder an und füllen sie am Artikel. Fehlt ein Pflichtmerkmal, lehnt eBay das Angebot ab.
Herstellerangaben (GPSR)
eBay verlangt Angaben zum Hersteller. Der Shop nimmt sie aus Produkte → Hersteller: Firma, Anschrift, Land und E-Mail. Bei Herstellern außerhalb der EU kommt die verantwortliche Person in der EU hinzu.
Fehlt das Land oder ist die PLZ länger als 9 Zeichen, überspringt der Shop den Artikel mit einer Meldung. Achten Sie bei der E-Mail-Adresse auf ein gültiges Format. Ab Version 4.9.70 prüft die neue eBay-Anbindung genauso, bevor sie ein Angebot neu einstellt. Laufende Angebote gleicht sie weiter ab, dann ohne Herstellerangaben. Leerzeichen am Rand der Angaben entfernt der Shop ab dieser Version selbst.
Artikel mit Varianten
Mit der Methode „Family (Produktfamilien)“ erscheint ein Artikel mit allen Varianten als ein Angebot. Wird ein bisher einzeln verkaufter Artikel zur Variante, beendet der Shop dessen altes Einzelangebot automatisch.
Benennen Sie die Varianten eines laufenden Angebots möglichst nicht um. eBay lässt diese Änderung nicht zu. Der Shop beendet das Angebot dann und stellt es neu ein, dabei gehen Verkaufszahlen und Beobachter verloren.
Lagerbestands-Schutz: Was passiert bei Bestand 0?
Reiter „eBay-Konfiguration“, Abschnitt „Lagerbestands-Schutz“. Mit der empfohlenen Einstellung bleiben ausverkaufte Angebote erhalten, und der Upload stellt trotzdem nichts ohne Bestand ein.
Automatisch beenden: Nein
„Angebote bei Lagerbestand 0 automatisch beenden“ bleibt aus. Ausverkaufte Angebote bleiben bei eBay bestehen.
Nur mit Bestand hochladen: Ja
Neu eingestellt werden nur Artikel, die verkauft werden können. Verfügbar ab Version 4.9.64.
eBay-Option „Nicht vorrätig“: an
In den Verkäufereinstellungen Ihres eBay-Kontos. Ausverkaufte Angebote blendet eBay dann aus, statt sie zu beenden.

| Schalter | Was er bewirkt |
|---|---|
| Mindestlagerbestand beachten | Fällt der Bestand unter den eingetragenen Wert, beendet der Abgleich das Angebot. |
| Angebote bei Lagerbestand 0 automatisch beenden | Beendet das Angebot bei Bestand 0. Die eBay-Artikelnummer ist danach weg. Kommt der Artikel wieder, entsteht ein neues Angebot ohne Verkaufshistorie. Wir empfehlen, den Schalter ausgeschaltet zu lassen. |
| Nur Artikel mit Bestand hochladen ab V4.9.64 | Neu eingestellt wird nur, was Bestand oder eine manuelle eBay-Stückzahl hat. Laufende Angebote betrifft der Schalter nicht. |
| Inaktive Artikel ausblenden statt beenden | Setzen Sie einen Artikel inaktiv, etwa über die Warenwirtschaft, überträgt der Abgleich die Menge 0, statt das Angebot zu beenden. |
| Inaktive Varianten mit Stückzahl 0 übertragen | Nur für die Methode „Family“: Inaktive Varianten gehen mit Menge 0 an eBay und sind dort nicht mehr kaufbar. |
| Manuelle eBay-Stückzahl bei Verkauf reduzieren | Beim Bestellimport verringert der Shop die am Artikel eingetragene eBay-Stückzahl um die verkaufte Menge. |
Was zählt als Bestand?
- Lagerbestand abzüglich Sicherheitsbestand, beim Mehrlager-System die öffentlichen Lager.
- Eine am Artikel eingetragene manuelle eBay-Stückzahl zählt ebenfalls.
- Als „manuell ausverkauft“ markierte Artikel werden nie eingestellt.
- Bei Varianten nach der Methode „Family“ zählt der Bestand der aktiven Varianten: Das Angebot gilt als lieferbar, solange eine Variante Bestand hat.
Wenn ein Artikel ausverkauft ist
Mit der empfohlenen Einstellung überträgt der Abgleich die Menge 0. eBay blendet das Angebot aus, Artikelnummer, Verkaufszahlen und Beobachter bleiben erhalten.
Ist wieder Ware da, überträgt der nächste Abgleich den neuen Bestand, und das Angebot ist mit seiner Historie wieder sichtbar.
Bestellungen und Versand mit eBay (classic)
eBay-Bestellungen landen in Ihrer gewohnten Bestellverwaltung, der Versand geht automatisch an eBay zurück.
Bestellimport
Der Shop holt bezahlte eBay-Bestellungen automatisch ab, ordnet die Artikel über die Artikelnummer zu (ersatzweise über die EAN) und bucht den Bestand ab. In der eBay-Übersicht starten Sie den Import mit „Bestellimport“ auch von Hand.
Der Käufer bekommt vom Shop keine Bestellmail. Ob Sie selbst eine Kopie erhalten, steuert „Bestellkopie bei eBay-Import senden“.
Versandmeldung
Setzen Sie eine eBay-Bestellung auf „versendet“, meldet der Shop den Versand mit den Sendungsnummern an eBay und markiert die Bestellung dort als bezahlt. Bei Abholung genügt der Status ohne Sendungsnummer.
Das funktioniert auch, wenn Ihre Warenwirtschaft den Status über xoPort setzt. Welche Bestellstatus als „versendet“ gelten, hinterlegt der XONIC-Support.
Wie richte ich die neue eBay-Anbindung ein?
Unter Admin → Multichannel → eBay → Reiter „Einstellungen“. Sprechen Sie die erste Einrichtung mit dem XONIC-Support ab.
Zugang
Stellen Sie „API Modus“ auf live und tragen Sie ClientID, ClientSecret und RU Name aus Ihrem eBay-Entwicklerzugang ein.
Beim ersten Abruf leitet der Shop Sie zur Anmeldung bei eBay. Danach erneuert er die Freigabe selbst.
Upload-Modus und Marktplatz
full überträgt Inhalte, Preis und Bestand. offer_only überträgt nur Preis und Bestand bestehender Angebote und legt keine neuen an.
Unter „Marktplatz“ wählen Sie eBay Deutschland, Österreich oder Schweiz.
Standort, Bedingungen, Kategorien
Unter „Standort“ tragen Sie Stadt, PLZ und Land ein. Den Lagerort legt der Shop bei eBay selbst an.
Zahlungs-, Versand- und Rücknahmebedingungen sowie die eBay-Kategorien holen Sie jeweils per Knopf „… importieren/aktualisieren“ in den Shop.

Welche Artikel gehen über die neue Anbindung zu eBay?
Die Abschnitte „Produkte“ und „Preise“ im Reiter „Einstellungen“ steuern Auswahl, Bestand und Preis.
Artikel freigeben
Schalten Sie am Artikel im Reiter Marktplätze „eBay“ ein und wählen Sie eBay-Kategorie, Zustand, Zeit bis Versand, die drei Bedingungen sowie Angebotstyp und Angebotsdauer.
Optional: ein marktplatzspezifischer Preis (netto) und ein abweichender Name.
Bestand
Bei geringem Bestand meldet der Shop die Menge 0 an eBay. Die Grenze setzen Sie mit „Mindestlageranzahl für Export“. Höhere Bestände kappt er auf „Maximallageranzahl für Export“.
„Zu berücksichtigende Lager“ legt fest, aus welchen Lagern der Bestand stammt. Wird ein Artikel inaktiv, löscht der Shop sein Angebot bei eBay.
Automatisch ausgenommen
- Artikel ohne Bild
- Artikel ohne GTIN, solange „Exportiere Produkte ohne GTIN“ aus ist
- Artikel mit doppelter GTIN oder MPN, wenn der jeweilige Filter an ist
- Artikel auf einer Ausschlussliste, zum Beispiel nach Hersteller oder Marke
- Artikel außerhalb der „Kategorie-Einschränkung für den Export“ (Whitelist oder Blacklist)
- Artikel, die für Gäste gesperrt sind
- Neu einzustellende Artikel, deren Hersteller kein Land oder eine PLZ mit mehr als 9 Zeichen hat, bis die Angaben stimmen. Laufende Angebote gleicht der Shop weiter ab, dann ohne Herstellerangaben. ab V4.9.70
Preise
„Kundengruppe für Preisberechnung“ bestimmt die Preisbasis, „Sonderangebotspreise beachten“ bezieht Sonderpreise ein.
Mit „Automatischer Preisaufschlag“ hinterlegen Sie feste oder prozentuale Aufschläge je Preisstufe. Die Brutto-Preisrundung setzt zum Beispiel mit 0,99 alle Preise auf x,99.

Fehler erkennen und beheben
Lehnt eBay ein Angebot ab, zeigt der Shop den Grund und versucht es später automatisch erneut.
Wo sehe ich den Grund?
Bei eBay (classic) steht die Meldung von eBay am Warnsymbol des Artikels in der eBay-Übersicht. Der Filter „Mit Fehlern“ zeigt alle betroffenen Artikel der letzten sieben Tage.
Starten Sie bei der neuen Anbindung einen Lauf von Hand, zeigt der Shop die Meldung von eBay direkt an.
Wann versucht es der Shop erneut?
Nach einer Ablehnung wartet der Shop einen Tag. Ist die Ursache bis dahin behoben, geht der Artikel beim nächsten Versuch durch.
ab V4.9.68 Meldet eBay nur eine vorübergehende Störung („Systemfehler, bitte später erneut versuchen“), versucht es eBay (classic) schon nach einer Stunde erneut.
| Meldung oder Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Pflicht-Artikelmerkmal fehlt | eBay verlangt in der Kategorie ein Merkmal, etwa „Größe“ oder „Farbe“. | Zusatzfeld mit genau diesem Namen anlegen und am Artikel füllen. |
| Herstellerangaben unvollständig | Land, Anschrift oder E-Mail des Herstellers fehlen oder sind ungültig. | Unter Produkte → Hersteller ergänzen, E-Mail ohne Leerzeichen eintragen. |
| Artikel läuft bereits bei eBay | Für denselben Artikel gibt es schon ein Angebot in Ihrem Konto. | eBay (classic) verknüpft das bestehende Angebot ab V4.9.64 selbst, wenn es eindeutig zugeordnet werden kann. |
| Warnung zur eBay-Freigabe | Die Freigabe läuft bald ab oder ist abgelaufen. Der Shop warnt in der eBay-Übersicht, im Dashboard und per E-Mail. | Bei eBay (classic) erneut „Mit eBay verbinden“. |
| Artikel hat Bestand, erscheint aber nicht | eBay hat das Angebot abgelehnt, oder der Artikel wartet nach einer Ablehnung auf den nächsten Versuch. | Grund am Warnsymbol lesen und beheben. Den nächsten Versuch startet der Shop selbst. |