Wer im November und Dezember Pakete verschickt, zahlt bei den meisten Paketdiensten Peak-Zuschläge – und sollte jetzt die eigenen Konditionen, Kapazitäten und Cut-off-Termine klären. Zur Orientierung dienen die Vorjahreswerte: 2025 verlangte DHL von Geschäftskunden 19 Cent pro Paket, rund um den Black Friday erstmals zusätzlich 50 Cent. Die konkreten Ansagen für den Peak 2026 werden in diesen Wochen erwartet.
Auf einen Blick
- DHL erhob 2025 von Geschäftskunden 0,19 € Peak-Zuschlag pro Paket (Nov.–Dez.) – plus erstmals 0,50 € „Peak-in-Peak" rund um den Black Friday (24.11.–07.12.).
- Zum 01.01.2026 hat DHL die Geschäftskundenpreise erneut erhöht – die Basis für den Peak 2026 liegt höher als im Vorjahr.
- Auch GLS, DPD und Hermes haben zuletzt Peak-Zuschläge erhoben; Höhe und Zeitraum stehen im jeweiligen Vertrag bzw. Preisblatt.
- Stand: Vorjahres-Peak. Die 2026er-Ansagen der Carrier erfolgen üblicherweise im Herbst – Preisblätter jetzt aktiv einholen.
Welche Peak-Zuschläge verlangen DHL & Co.?
Verlässlich beziffern lassen sich derzeit die Werte aus dem Peak 2025 – sie sind Referenz, nicht Zusage für 2026. Auch jenseits von DHL haben Paketdienste zuletzt Saisonzuschläge erhoben:
| Zuschlag | Höhe (Peak 2025, Referenz) | Zeitraum 2025 |
|---|---|---|
| DHL Peak-Zuschlag (Geschäftskunden) | 0,19 € pro Paket | November–Dezember |
| DHL „Peak-in-Peak" (erstmals 2025) | zusätzlich 0,50 € pro Paket | 24.11.–07.12. |
| GLS, DPD, Hermes | Peak-/Saisonzuschläge zuletzt ebenfalls erhoben; Höhe je Vertrag und Preisblatt | jeweils Q4 |
Wichtig für die Einordnung: Die Zuschläge kommen 2026 auf bereits erhöhte Grundpreise obendrauf – DHL hat die Geschäftskundenpreise zum Jahreswechsel angehoben. Bei Redaktionsschluss lagen die vollständigen Peak-Konditionen 2026 noch nicht vor; Händler sollten die aktuellen Preisblätter aller genutzten Carrier anfordern.
Wie kalkuliere ich Peak-Zuschläge in die Versandkosten ein?
Die Entscheidung gehört vor den Peak – mit drei Optionen: Zuschläge absorbieren (zulasten der Marge), an die Kunden weitergeben (Versandkosten anpassen) oder mischen, etwa über eine höhere Versandkostenfrei-Schwelle. Eine Rechnung mit den 2025er-Referenzwerten: 5.000 DHL-Pakete im November und Dezember kosten 950 € Peak-Zuschlag; liegen 2.000 davon im Peak-in-Peak-Fenster, kommen weitere 1.000 € dazu – fast 2.000 € nur an Zuschlägen. Wer die Weitergabe erwägt, sollte zwischen dem eigenen Einkaufspreis beim Carrier und den Versandkosten im Shop sauber trennen – die Begriffe erklärt unser Beitrag „Porto vs. Versandkosten".
Wie sichere ich Kapazitäten und Cut-off-Termine?
Direkt beim Carrier – und zwar schriftlich. Drei Punkte gehören auf die Agenda: Abholzeiten und mögliche Zusatzabholungen, Einlieferungslimits (manche Depots deckeln Tagesmengen) und die verbindlichen Termine für „Zustellung bis Heiligabend". Aus Carrier-Termin, Bearbeitungszeit und Puffer ergibt sich der Bestell-Cut-off für den Shop. Was bei Versand- und Lieferzeitangaben generell zu beachten ist, bündelt der Leitfaden Versand & Lieferung.
Warum gehört ein zweiter Carrier zur Risikovorsorge?
Weil der Peak Engpässe sichtbar macht, die im Sommer niemand bemerkt: Streiks, volle Depots, regionale Zustellprobleme oder ein ausgeschöpftes Einlieferungslimit. Ein zweiter Versanddienstleister ist dann der Unterschied zwischen „Versand verzögert sich" und „Versand läuft weiter". Dazu kommen eine bessere Verhandlungsposition und unterschiedliche Stärkenprofile der Anbieter. Entscheidend ist das Timing: Anbindung und Testlauf gehören in den Oktober, nicht in die Woche vor dem Black Friday.
Welche Punkte gehören auf die Peak-Checkliste?
- Preisblätter 2026 einholen: Zuschlags-Ansagen aller Carrier anfordern und mit den Vorjahreswerten vergleichen.
- Kalkulation entscheiden: absorbieren, weitergeben oder mischen – mit Blick auf den Deckungsbeitrag pro Bestellung.
- Cut-offs fixieren: Heiligabend-Termine klären und den eigenen Bestell-Cut-off im Shop kommunizieren.
- Kapazitäten klären: Abholzeiten, Zusatzabholungen und Einlieferungslimits schriftlich bestätigen lassen.
- Zweiten Carrier anbinden: Anbindung und Testversand im Oktober abschließen.
- Material und Personal planen: Verpackungsmaterial bevorraten, Versandbesetzung für die Peak-Wochen einteilen.
Wie XONIC beim Multi-Carrier-Versand unterstützt
Das XONIC Shopsystem bringt Schnittstellen zu mehr als 11 Versanddienstleistern mit – Versandlabels entstehen direkt aus der Bestellverwaltung, Sendungsnummern gehen automatisch an die Kunden. Ein zweiter Carrier lässt sich so ohne Individualentwicklung aktivieren; Versandarten und -kosten sind je Zielland und Gewicht konfigurierbar.
