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Steuern, Länderzonen und OSS einrichten

Der Shop berechnet die Umsatzsteuer aus der Steuerklasse des Artikels und dem Land, in das geliefert wird. Dieser Leitfaden zeigt, wie Steuerklassen, Steuersätze und Länderzonen zusammenspielen, wie Sie Steuersätze je EU-Land für das OSS-Verfahren anlegen, Firmenkunden mit USt-IdNr. ohne Umsatzsteuer beliefern und welche Steuerangaben auf Belegen und E-Rechnungen stehen.

Auf einen Blick

  • Wo: unter Einstellungen → Land / Steuer mit den Seiten „Steuerklassen“, „Steuersätze“, „Länderzonen“, „Länder“ und „Bundesländer“.
  • Formel: Steuerklasse des Artikels plus Länderzone des Lieferlandes ergibt den Steuersatz. Gehört ein Land zu keiner Zone mit Steuersatz, rechnet der Shop 0 Prozent.
  • Ab Werk: „Normal“ mit 19 Prozent und „Ermäßigt“ mit 7 Prozent für die Zone „Europäische Union“, also für jedes EU-Land dieselben deutschen Sätze. Länder außerhalb der EU haben keinen Steuersatz.
  • OSS: Die Länderzonen „EU - Österreich“, „EU - Frankreich“ usw. sind vorbereitet. Die Sätze der Zone „Europäische Union“ ziehen Sie auf „EU - Deutschland“ um und legen für jedes weitere EU-Land eigene Sätze an.
  • Firmenkunden: Ohne Umsatzsteuer rechnet der Shop nur für Kundengruppen, die „von Steuer befreit“ sind. Die USt-IdNr.-Prüfung ordnet neue Konten automatisch einer solchen Gruppe zu.
Keine Steuerberatung: Dieser Leitfaden beschreibt, wie das XONIC Shopsystem rechnet und wo Sie es einstellen. Welche Steuersätze für Ihre Umsätze gelten, ob Sie am OSS-Verfahren teilnehmen und ob eine Lieferung steuerfrei ist, klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung.

In diesem Leitfaden


So berechnet der Shop die Steuer

Jeder Artikel hat eine Steuerklasse. Jeder Steuersatz verbindet eine Steuerklasse mit einer Länderzone. Der Shop sucht für das Land, in das geliefert wird, alle Zonen heraus, in denen es steht, und nimmt den Satz der passenden Steuerklasse.

Preise netto gespeichert

Artikelpreise speichert der Shop netto. Den Bruttopreis rechnet er bei jeder Anzeige mit dem Steuersatz des Lieferlandes aus. Ändern Sie einen Steuersatz, ändern sich deshalb sofort die Bruttopreise im Shop. Bestellungen speichern den Satz je Position und bleiben unverändert.

Welches Land zählt

Vor der Kasse rechnet der Shop für Gäste mit dem Land aus der Lieferlandvorauswahl, sonst mit dem Land Ihres Shops, für angemeldete Kunden mit dem Land ihrer Rechnungsadresse. Verbindlich ist die Kasse: Dort zählt die Lieferadresse, bei Bestellungen nur aus Downloads die Rechnungsadresse.

Was die Steuer aufhebt

Ist die Kundengruppe „von Steuer befreit“, rechnet der Shop 0 Prozent. Bei Abholung zählt die Shopadresse bzw. die gewählte Abholfiliale, sofern für deren Land ein Steuersatz angelegt ist. Für Firmenkunden mit USt-IdNr. bei Lieferung in ein anderes EU-Land gilt eine eigene Regel, siehe Firmenkunden mit USt-IdNr.

Beispiel: ein Artikel für 100,00 € netto in der Steuerklasse „Normal“

SituationSteuersatzBruttopreis
Lieferung nach Deutschland19 % aus der Zone „Europäische Union“119,00 €
Privatkunde in Österreich, Auslieferungsstand19 % aus der Zone „Europäische Union“119,00 €
Privatkunde in Österreich, OSS eingerichtet mit 20 % für „EU - Österreich“20 %120,00 €
Kunde in der Schweizkeine Zone mit Steuersatz, 0 %100,00 €
Firmenkunde in Österreich, Kundengruppe „ja, wenn Ust-ID mit Versandland übereinstimmt“, USt-IdNr. mit „ATU“0 %100,00 €

Die Zahlen sind Beispielwerte. Die tatsächlichen Sätze der EU-Länder veröffentlicht die EU-Kommission in ihrer Datenbank „Taxes in Europe“.


Steuerklassen

Die Steuerklasse sagt, welche Art von Satz ein Artikel bekommt, zum Beispiel den normalen oder den ermäßigten. Die Prozentzahl steht nicht an der Klasse, sondern an den Steuersätzen.

Klassen pflegen

Unter Einstellungen → Land / Steuer → Steuerklassen stehen ab Werk „Normal“ und „Ermäßigt“. Mit „Einfügen“ legen Sie weitere Klassen an, etwa für Dienstleistungen oder Artikel mit eigenem Satz. Felder: „Name der Steuerklasse“, „Beschreibung“ und „Standard“.

Die Liste zeigt je Klasse die „Produktanzahl“ und in der Zeile „ohne Steuersatz“ die Artikel, denen gar keine Klasse zugeordnet ist. Solche Artikel verkauft der Shop überall ohne Umsatzsteuer.

Klasse am Artikel

Im Artikel wählen Sie die Klasse im Reiter „Preise“ im Feld „Steuersatz“. Neue Artikel bekommen die Klasse, die als „Standard“ markiert ist. Ab Werk ist das „Normal“.

Viele Artikel auf einmal stellen Sie unter Produkte → Quick Updates um, wenn dort unter Einstellungen → Allgemein → Quick Updates „Steuerklasse des Produktes bearbeiten“ eingeschaltet ist, oder per CSV-Import.

Löschen Sie eine Klasse, der noch Artikel zugeordnet sind, fragt der Shop nach einer anderen Klasse und hängt die Artikel dorthin um. Die Steuersätze der gelöschten Klasse löscht er mit.

Steuersätze

Ein Steuersatz gilt für genau eine Steuerklasse in genau einer Länderzone. Für jede Kombination aus Klasse und Zone, in der Sie verkaufen, braucht es einen Satz.

Unter Einstellungen → Land / Steuer → Steuersätze legen Sie mit „Einfügen“ einen Satz an oder öffnen einen vorhandenen zum Bearbeiten.

FeldBedeutung
„Name der Steuerklasse“die Klasse, für die der Satz gilt
„Steuerzone“die Länderzone, für deren Länder der Satz gilt
„Steuersatz“der Prozentsatz, zum Beispiel 19 oder 5.5
„Beschreibung“freier Text, zum Beispiel „MwSt. 20 % Österreich“; Sie sehen ihn nur in der Bearbeitungsmaske, die Liste zeigt Klasse, Zone und Satz
„Priorität“Sätze derselben Klasse und Priorität, die für ein Land gelten, zählt der Shop zusammen. Sätze mit verschiedener Priorität rechnet er nacheinander auf. Im Normalfall steht hier überall 1.
„Faktor zur Änderung des Nettopreises (Standard 1)“nur sichtbar, wenn unter Einstellungen → Allgemein → Grundeinstellungen „Steuer Netto Faktor benutzen“ eingeschaltet ist. Der Shop multipliziert den Nettopreis vor der Steuer mit diesem Faktor, siehe gleiche Bruttopreise.
Maske „Steuersatz bearbeiten“ unter Einstellungen → Land / Steuer → Steuersätze: „Name der Steuerklasse“ Normal, „Steuerzone“ Europäische Union, „Steuersatz“ 19.0000 %, „Beschreibung“ MwSt. 19%., „Priorität“ 1 mit dem Hinweis „Steuersätze mit der selben Steuerklasse/Steuerzone/Priorität werden addiert.“ und den Knöpfen „Aktualisieren“ und „Abbrechen“

Ab Werk hängt der Satz „Normal“ mit 19 % an der Zone „Europäische Union“; der Hinweis neben „Priorität“ erinnert daran, dass Sätze gleicher Priorität addiert werden. Zum Vergrößern anklicken.

Weil Sätze derselben Priorität addiert werden, darf ein Land je Steuerklasse nur aus einer einzigen Zone einen Satz bekommen. Steht Österreich in der Zone „Europäische Union“ mit 19 % und in „EU - Österreich“ mit 20 %, rechnet der Shop 39 %.

Länderzonen und Länder

Eine Länderzone fasst Länder zusammen, für Steuersätze ebenso wie für Versandarten und Zahlarten. Welche Länder Kunden überhaupt wählen können, steht im Leitfaden Versand & Lieferung.

Die Zonen ab Werk

  • „Europäische Union“ mit allen 27 Mitgliedstaaten. Hier hängen ab Werk die Sätze 19 und 7 Prozent.
  • „EU - Deutschland“, „EU - Österreich“ … „EU - Zypern“: je ein Land, ab Werk ohne Steuersatz. Sie sind für das OSS-Verfahren gedacht.
  • „Außerhalb Europäische Union“ mit den übrigen europäischen Ländern wie der Schweiz, Norwegen und Großbritannien, ohne Steuersatz.
  • „Europa komplett“ und „Rest der Welt“, ohne Steuersatz.

Die EU-Zone hat eine Sonderrolle

An der Zone „Europäische Union“ erkennt der Shop, welches Land zur EU gehört. Davon hängen die steuerfreie Lieferung an Firmenkunden, der Hinweis auf der Rechnung, die Steuerkategorie der E-Rechnung und der Zollhinweis ab. Diese Zone muss deshalb alle Mitgliedstaaten enthalten, auch wenn Sie die Steuersätze für OSS woanders anlegen.

Liste der Länderzonen, nach ID sortiert, mit den Spalten Statistik, Länderanzahl, Sortierung und Sortierung 2: Europäische Union mit 27 Ländern, Außerhalb Europäische Union mit 21, Europa komplett mit 48, Rest der Welt mit 190 und die Zonen EU - Deutschland, EU - Österreich, EU - Belgien bis EU - Frankreich mit je einem Land

Ausschnitt der Länderzonen: „Europäische Union“ enthält alle 27 Mitgliedstaaten, die Zonen „EU - …“ je ein Land für das OSS-Verfahren. Zum Vergrößern anklicken.

Schutz der Steuerzonen

  • Name und Beschreibung der Standardzonen lassen sich nicht ändern, löschen lassen sie sich nicht. Sortierung und Statistik-Einstellung bleiben frei. Für eine eigene Variante kopieren Sie eine Zone mit „Kopieren“.ab 4.9.4
  • Hängt ein Steuersatz an einer Zone, ist ihre Länderliste gesperrt. Die Maske zeigt dann „Die Länderzuordnung dieser Zone ist gesperrt, weil Steuersätze davon abhängen.“ Für die Zone „Europäische Union“ gilt das immer.ab 4.9.4
  • Dasselbe Land zweimal in derselben Zone lehnt die Maske ab, weil der Steuersatz sonst doppelt gerechnet würde. Ältere doppelte Einträge entfernt der Shop beim automatischen Datenbankabgleich.
Nehmen Sie kein Land aus seiner Steuerzone heraus, und hängen Sie keinen Steuersatz an eine Zone ohne Länder: Ein Satz an einer leeren Zone gilt für jedes Land. Fehlt in der Zone „Europäische Union“ ein Mitgliedstaat, meldet das Tools → Serverinfo & Health-Check.ab 4.9.4

Wo die Daten es zulassen, trägt der Knopf „Fehlende Länder eintragen“ im Health-Check die fehlenden Mitgliedstaaten nach.ab 4.10


Lieferung ins EU-Ausland

Ab Werk berechnet der Shop für Privatkunden in allen EU-Ländern die deutschen Sätze. Ob das für Sie richtig ist, hängt davon ab, ob Sie mit den Sätzen der Lieferländer abrechnen müssen oder wollen.

Was das Gesetz sagt

Verkaufen Sie Ware an Privatkunden in einem anderen EU-Land, liegt der Ort der Lieferung nach § 3c UStG dort, wo die Ware ankommt. Das gilt nicht, wenn Sie nur in Deutschland ansässig sind und Ihre Fernverkäufe in andere EU-Länder insgesamt 10.000 Euro im Vorjahr nicht überschritten haben und im laufenden Jahr nicht überschreiten (§ 3c Abs. 4 UStG).

Die ausländische Umsatzsteuer melden Sie dann gesammelt über das OSS-Verfahren beim Bundeszentralamt für Steuern (§ 18j UStG). Ob Sie darunter fallen, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.

Was Sie im Shop tun

  • Deutsche Sätze für die ganze EU: nichts ändern. Die Sätze hängen ab Werk an der Zone „Europäische Union“.
  • Sätze der Lieferländer (OSS): die Sätze je EU-Land anlegen, wie im nächsten Abschnitt beschrieben.
  • Firmenkunden mit USt-IdNr.: unabhängig davon über eine steuerbefreite Kundengruppe, siehe Firmenkunden mit USt-IdNr.

OSS einrichten: Steuersätze je EU-Land

Die Länderzonen für jedes EU-Land sind vorbereitet. Sie ziehen die vorhandenen Sätze von der Zone „Europäische Union“ auf „EU - Deutschland“ um und legen für jedes weitere Land eigene Sätze an. So bekommt jedes Land seinen Satz aus genau einer Zone.

  1. Die aktuellen Normal- und ermäßigten Sätze der Länder ermitteln, in die Sie liefern, und mit Ihrer Steuerberatung abstimmen, welche Ihrer Artikel welchen Satz bekommen.
  2. Unter Einstellungen → Land / Steuer → Steuersätze den Satz „Normal“ der Zone „Europäische Union“ öffnen, bei „Steuerzone“ „EU - Deutschland“ wählen und speichern. Dasselbe für „Ermäßigt“ und jede weitere Klasse, die an der EU-Zone hängt.
  3. Für jedes weitere EU-Land mit „Einfügen“ je Steuerklasse einen Satz anlegen: Steuerklasse „Normal“, Steuerzone „EU - Österreich“, Steuersatz, Beschreibung, Priorität 1. Danach „Ermäßigt“ für dieselbe Zone usw.
  4. Prüfen: An der Zone „Europäische Union“ hängt kein Satz mehr, jedes EU-Land, in das Kunden bestellen können, hat für jede Klasse genau einen Satz. Ein EU-Land ohne Satz bekäme 0 %.
  5. Im Shop testen: als Gast in der Lieferlandvorauswahl ein Land wählen und den Preis eines Artikels vergleichen, danach eine Testbestellung mit Lieferadresse in diesem Land bis zur Bestellübersicht durchspielen.
Liste der Steuersätze nach der OSS-Umstellung, nach Steuerzone sortiert: Normal 19 % und Ermäßigt 7 % für EU - Deutschland, Ermäßigt 5,5 % und Normal 20 % für EU - Frankreich, Ermäßigt 9 % und Normal 21 % für EU - Niederlande, Normal 20 % und Ermäßigt 10 % für EU - Österreich, alle mit Priorität 1, keine Zeile für die Zone Europäische Union

Nach der Umstellung hat jedes Land je Steuerklasse genau einen Satz, an der Zone „Europäische Union“ hängt keiner mehr (Beispielwerte). Zum Vergrößern anklicken.

Legen Sie die Ländersätze nicht zusätzlich zu den Sätzen an der Zone „Europäische Union“ an. Dann addiert der Shop beide Sätze, etwa 19 % und 20 % zu 39 %. Die Länderliste der Zone „Europäische Union“ bleibt unverändert.

Gleiche Bruttopreise in allen Ländern

Mit OSS ändern sich die Bruttopreise je Land, weil der Shop netto speichert: 100,00 € netto ergeben 119,00 € in Deutschland und 120,00 € in Österreich. Soll der Bruttopreis überall gleich bleiben, schalten Sie unter Einstellungen → Allgemein → Grundeinstellungen „Steuer Netto Faktor benutzen“ ein.

Dann tragen Sie am Steuersatz des Landes bei „Faktor zur Änderung des Nettopreises“ einen Faktor ein, zum Beispiel für 20 % statt 19 % den Wert 1,19 / 1,20 = 0.991667. Der Shop rechnet den Nettopreis damit herunter, der Bruttopreis bleibt 119,00 €.

Steuersätze in der Lieferlandvorauswahl zeigen

Mit Einstellungen → Checkout → Versand/Verpackung → Lieferlandvorauswahl: MwSt-Sätze anzeigen zeigt das Fenster für Gäste zu jedem Land die Sätze Ihrer aktiven Artikel, zum Beispiel „10 % / 20 %“. Das gilt nur für Kundengruppen mit Bruttopreisen. Mehr zur Lieferlandvorauswahl im Leitfaden Versand & Lieferung.ab 4.9.124


Firmenkunden mit USt-IdNr.

Ohne Umsatzsteuer rechnet der Shop nur, wenn der Kunde in einer Kundengruppe ist, die von der Steuer befreit ist. Die USt-IdNr. allein ändert den Steuersatz nicht.

Was das Gesetz verlangt

Steuerfrei ist eine Lieferung an ein Unternehmen in einem anderen EU-Land nach § 6a UStG unter anderem nur, wenn die Ware in das andere EU-Land gelangt und der Kunde eine gültige USt-IdNr. eines anderen Mitgliedstaats verwendet. Die Befreiung entfällt, wenn Sie die Lieferung nicht richtig in der Zusammenfassenden Meldung angeben (§ 4 Nr. 1b UStG).

Die Rechnung muss Ihre USt-IdNr. und die des Kunden enthalten (§ 14a Abs. 3 UStG). Name und Anschrift zu einer Nummer bestätigt das Bundeszentralamt für Steuern (§ 18e UStG).

Die Kundengruppe entscheidet

Unter Kunden → Kundengruppen hat jede Gruppe das Feld „Kundengruppe von Steuer befreit“:

  • Nein: normale Steuer.
  • „ja, wenn Ust-ID mit Versandland übereinstimmt (nur EU-Länder)“: 0 %, wenn in ein anderes EU-Land als Ihres geliefert wird und die USt-IdNr. der Rechnungsadresse mit dem Länderkürzel des Lieferlandes beginnt (Griechenland: EL). Bei Lieferung nach Deutschland, bei Abholung und bei abweichendem Kürzel rechnet der Shop normal.
  • Ja: 0 % für jede Lieferung, auch nach Deutschland. Diese Stufe ist für Sonderfälle gedacht, nicht für EU-Firmenkunden.
Kundengruppe „Händler EU Ausland“ bearbeiten: „Preise anzeigen“ ja, „Preisausgabe“ netto, „blockiere Nettopreisanpassung“ nein mit Erläuterung, „Kundengruppe von Steuer befreit“ auf „ja, wenn Ust-ID mit Versandland übereinstimmt (nur EU-Länder)“ und „Sonderpreise anzeigen“ ja

Die Gruppe „Händler EU Ausland“ zeigt Nettopreise und rechnet 0 %, wenn in ein anderes EU-Land geliefert wird und die USt-IdNr. zum Lieferland passt. Zum Vergrößern anklicken.

Prüfung der USt-IdNr. und automatische Zuordnung

Die Regeln stehen unter Einstellungen → Checkout → UsSt. ID Validierung:

EinstellungWirkung
„Überprüfung der Steuernummer“prüft eine eingegebene USt-IdNr. beim EU-Prüfdienst VIES und vergleicht ihr Länderkürzel mit dem Land der Adresse. Bestätigt wird nur, dass die Nummer gültig ist, nicht, dass sie zur eingegebenen Firma gehört.
„Automatische Händlerzuordnung Inland“Gruppe für neue Konten mit gültiger USt-IdNr. und Adresse im Land Ihres Shops. Ab Werk „Händler Inland“: Nettoanzeige, aber normale Steuer.
„Automatische Händlerzuordnung Ausland“Gruppe für neue Konten mit gültiger USt-IdNr. aus einem anderen Land. Ab Werk „Händler EU Ausland“.
„Automatische Händlerzuordnung auch ohne gültige Prüfung der Umsatzsteuernummer“ordnet auch zu, wenn der Prüfdienst nicht erreichbar ist oder die Prüfung ausgeschaltet ist. Ab Werk aus. Dann genügt eine Nummer mit der Mindestlänge.
„Zeichenanzahl der Steuernummer“Mindestlänge der Nummer, ab Werk 8
„Ust.-ID Pflichtfeld an/aus“ unter Einstellungen → Checkout → Kundendetailsmacht die USt-IdNr. zum Pflichtfeld. Der Wert „company“ verlangt sie nur beim Kontotyp „Firma“.ab 4.10
„Kundengruppe für Firmen bei der Kontoanlage“ordnet Konten mit Kontotyp „Firma“ einer Gruppe zu. Eine Gruppe, die mit „Ja“ von der Steuer befreit ist, wendet der Shop dabei nie an.ab 4.10
Einstellungsgruppe „UsSt. ID Validierung“ unter Einstellungen → Checkout mit fünf Zeilen: Überprüfung der Steuernummer true, Automatische Händlerzuordnung Inland 1, Automatische Händlerzuordnung Ausland 2, Zeichenanzahl der Steuernummer 8, Automatische Händlerzuordnung auch ohne gültige Prüfung der Umsatzsteuernummer false

Bei den Händlerzuordnungen zeigt die Liste die Nummer der Kundengruppe (1 = „Händler Inland“, 2 = „Händler EU Ausland“); „Kundengruppe für Firmen bei der Kontoanlage“ kommt ab 4.10 in diese Gruppe. Zum Vergrößern anklicken.

Die automatische Zuordnung läuft nur bei der Kontoanlage, also bei der Registrierung und wenn ein Manager ein Konto anlegt. Trägt ein bestehender Kunde seine USt-IdNr. später nach oder pflegen Sie sie im Backend ein, wechselt die Gruppe nicht. Ändern Sie dann die Gruppe im Kundenkonto unter Kunden → Kunden.

Ab Werk: „Händler EU Ausland“

Neue Shops legen die Gruppe „Händler EU Ausland“ mit „ja, wenn Ust-ID mit Versandland übereinstimmt“ an. In älteren Shops steht dort oft „Ja“. Prüfen Sie die Einstellung: Mit „Ja“ kauft ein Kunde mit beliebiger gültiger EU-Nummer auch bei Lieferung nach Deutschland ohne Umsatzsteuer.ab 4.9.103

Firmenkunde ohne befreite Gruppe

Ist ein angemeldeter Kunde nicht in einer befreiten Gruppe, liefern Sie aber in ein anderes EU-Land und trägt seine Rechnungsadresse Firma und USt-IdNr., rechnet der Shop den Satz Ihres Shoplandes und nicht den Satz des Lieferlandes. Die Sätze der Lieferländer sind für Verkäufe an Privatkunden gedacht.

Eine bereits angelegte Bestellung stellen Sie im Bestelleditor um: Bei „Kundengruppe“ die befreite Gruppe wählen, die USt-IdNr. bei der Rechnungsadresse prüfen und speichern. Der Shop leitet die Steuerbefreiung aus der Gruppe der Bestellung ab. Wie Sie Bestellungen bearbeiten, steht im Leitfaden Bestellungen bearbeiten.ab 4.9.25


Drittland und Schweiz

Für Länder außerhalb der EU ist ab Werk kein Steuersatz angelegt. Der Shop zeigt Kunden dort deshalb die Nettopreise und berechnet keine Umsatzsteuer.

Liefern in die Schweiz

Die Schweiz steht in der Zone „Außerhalb Europäische Union“. Damit Kunden sie wählen können, braucht diese Zone eine „Sortierung in der Länderbox“ über 0, und eine Versandart muss in die Schweiz liefern. Beides beschreibt der Leitfaden Versand & Lieferung. In der Lieferlandvorauswahl erhalten Gäste für Länder außerhalb der EU einen Zollhinweis.

Steuerlich

Lieferungen in ein Land außerhalb der EU können als Ausfuhrlieferung steuerfrei sein (§ 4 Nr. 1a UStG). Die Voraussetzungen, vor allem den Nachweis der Ausfuhr, und die Einfuhrumsatzsteuer im Zielland klären Sie mit Ihrer Steuerberatung. Für Leistungen, die auch bei Kunden außerhalb der EU mit deutscher Umsatzsteuer abzurechnen sind, siehe Dienstleistungen.

Nehmen Sie Länder außerhalb der EU nicht in die Zone „Europäische Union“ auf, um dort Steuer zu berechnen. Der Shop würde sie dann als EU-Land behandeln, etwa bei der steuerfreien Lieferung an Firmenkunden und auf der Rechnung.

Dienstleistungen

Für Dienstleistungen gilt eine eigene Regel, wo sie steuerbar sind. Im Shop kennzeichnen Sie sie am Artikel und geben ihnen bei Bedarf eine eigene Steuerklasse.

Was das Gesetz sagt

Nach § 3a UStG ist eine Dienstleistung an ein Unternehmen grundsätzlich dort steuerbar, wo der Kunde sein Unternehmen betreibt, an Privatpersonen grundsätzlich dort, wo Sie Ihr Unternehmen betreiben. Für viele Leistungen gibt es Ausnahmen. Bei Leistungen an Unternehmen in anderen EU-Ländern verlangt die Rechnung den Hinweis „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ (§ 14a Abs. 1 UStG). Welche Regel für Ihre Leistung gilt, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.

Im Shop

  • Kennzeichnen: im Artikel im Reiter „Allgemein“ „Dienstleistungsprodukt“ einschalten. Der Shop druckt dann bei steuerbefreiten Lieferungen den Hinweis zur Steuerschuldnerschaft statt des Hinweises zur innergemeinschaftlichen Lieferung und setzt in der E-Rechnung die passende Kategorie. Ist unter Einstellungen → Checkout → Download „Download von Produkten aktivieren“ eingeschaltet, behandelt der Shop auch Artikel mit Gewicht 0 so. Pflegen Sie für Ware deshalb ein Gewicht.
  • Fester Satz unabhängig vom Lieferland: eine eigene Steuerklasse anlegen, zum Beispiel „Dienstleistung“, und ihren Satz an eine Zone hängen, die alle betroffenen Länder enthält. Die Länder dürfen für diese Klasse in keiner weiteren Zone einen Satz haben.

Das Kennzeichen „Dienstleistungsprodukt“ wirkt auch auf das Widerrufsrecht. Was dabei gilt, steht im Leitfaden Widerrufsbutton.


Netto, Brutto und der Preishinweis

Ob Kunden Netto- oder Bruttopreise sehen, legen Sie für den ganzen Shop und je Kundengruppe fest. Darunter steht ein Hinweis zu Umsatzsteuer und Versandkosten.

Netto oder brutto

  • Ganzer Shop: Einstellungen → Allgemein → Grundeinstellungen → Umsatzsteuer im Shop ausweisen. Mit „false“ sehen alle Kunden Nettopreise.
  • Je Kundengruppe: unter Kunden → Kundengruppen „Preisausgabe“ netto oder brutto. Ab Werk sehen „Endkunden“ brutto, die beiden Händlergruppen netto.
  • Die Nettoanzeige ändert nur die Darstellung. Umsatzsteuer berechnet der Shop weiter, solange die Gruppe nicht von der Steuer befreit ist.

Rundung bei Nettoanzeige

Mit Einstellungen → Allgemein → Grundeinstellungen → Rundung der Netto-Einzelpreise bei Nettopreis-Anzeige auf „exact“ zahlen Netto- und Bruttokunden für dieselbe Menge denselben Betrag. Neue Shops starten mit „exact“, bestehende behalten „legacy“. Mehr zu Preisen je Kundengruppe steht im Leitfaden „Preise & Kundengruppen“.ab 4.9.47

Der Hinweis unter dem Preis

Einstellungen → Checkout → Versand/Verpackung → Preisauszeichnung (Steuer- und Versandkostenhinweis) legt fest, was unter jedem Preis steht. Bei Bruttoanzeige beginnt der Steuerhinweis mit „inkl.“, bei Nettoanzeige mit „zzgl.“.

WertAnzeige unter dem Preis
0kein Hinweis
1nur der Steuerhinweis mit Steuersatz, etwa „inkl. 19% USt.“
2nur der Versandkostenhinweis
3Steuer- und Versandkostenhinweis mit Steuersatz (Vorgabe)
4ein Sternchen am Preis, der Hinweis steht gesammelt im Fußbereich
5Steuer- und Versandkostenhinweis ohne Steuersatz
6, 7wie 1 bzw. 3, mit dem Zusatz zur Differenzbesteuerung für alle Artikel
Ausschnitt einer Produktseite im Demo-Shop: Art-Nr. DW-TS-400, Marke Druckwerk Textil, Artikel „Team-Shirt Premium“, Preis 21,90 € und darunter der Hinweis „inkl. 19% USt. zzgl. Versand“, wobei „Versand“ verlinkt ist

Mit der Preisauszeichnung 3 steht unter dem Preis der Steuerhinweis mit Satz und der Hinweis auf die Versandkosten, hier für einen Gast mit Lieferland Deutschland. Zum Vergrößern anklicken.

Den Wortlaut der Hinweise ändern Sie unter Tools → xoLanguage, zum Beispiel die Bezeichnung „USt.“. Gegenüber Verbrauchern verlangt die Preisangabenverordnung Gesamtpreise und im Online-Handel den Hinweis, dass die Preise die Umsatzsteuer enthalten und ob Versandkosten hinzukommen (§ 3 Abs. 1 und § 6 Abs. 1 PAngV).

Die Steuerzeile der Bestellsumme heißt bei Bruttoanzeige „enthaltene USt.“, bei Nettoanzeige „zzgl. USt.“, jeweils mit dem Satz. Das Wort davor schalten Sie unter Einstellungen → Checkout → Zusammenfassung im Modul der Umsatzsteuer mit „Präfix anzeigen“ ab.


Steuer auf Versandkosten

Versandkosten bekommen den Steuersatz der Versandart, gerechnet für das Lieferland. Mit OSS gilt auch dort der Satz des Lieferlandes.

Steuersatz der Versandart

Unter Einstellungen → Checkout → Versandarten hat jede Versandart das Feld „Steuersatz“ mit einer Steuerklasse. Ohne Klasse sind die Versandkosten steuerfrei.

Satz nach dem Warenkorb

Mit Einstellungen → Checkout → Versand/Verpackung → Versandsteuer automatisch berechnen bekommen die Versandkosten den Steuersatz, auf den der größte Teil des Warenwerts entfällt. Bei Versandarten mit Preistabelle bleibt der Bruttobetrag der Versandkosten dabei gleich. Ob diese Aufteilung für gemischte Warenkörbe zu Ihrer Buchhaltung passt, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.


Steuerhinweise auf Belegen

Steht in der Rechnungsadresse eine USt-IdNr., druckt der Shop sie auf die Belege. Bei Lieferung ins Ausland ohne ausgewiesene Steuer kommt ein Hinweis zur steuerlichen Behandlung dazu.

FallHinweis auf dem Beleg (Auslieferungstext)
Lieferung in ein anderes EU-Land, nur Ware„Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung gem. §4 Nr. 1b i.V.m. §6a UStG / VAT exempt intra-Community supply“
Lieferung in ein anderes EU-Land, nur Dienstleistungsprodukte„Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers gem. §13b UStG / Reverse charge“
Ware und Dienstleistungen gemischtbeide Texte untereinander
Lieferung in ein Land außerhalb der EUder Text zur Steuerschuldnerschaft
Rechnung RG23001 an die Musterladen GmbH, Erika Musterfrau, Musterstraße 1, 1010 Wien, Austria, mit Steuernummer DE000000000 im Kopf; zwei Positionen mit 0 % USt., darunter links „Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung gem. §4 Nr. 1b i.V.m. §6a UStG / VAT exempt intra-Community supply“ und „Steuernummer des Kunden: ATU00000000“, rechts Zwischensumme 259,25 €, DHL Paket 10,00 € und Summe 269,25 € ohne Steuerzeile

Bei steuerfreier Lieferung an eine Firma in einem anderen EU-Land steht der Hinweis über der USt-IdNr. des Kunden, eine Steuerzeile fehlt (Beispieldaten). Zum Vergrößern anklicken.

Wann der Hinweis erscheint

Die Rechnungsadresse trägt eine USt-IdNr., das Lieferland ist nicht Ihr Shopland, und der Beleg weist keine Steuer aus. Weist der Beleg Steuer aus, etwa weil das Länderkürzel der Nummer nicht zum Lieferland passt, entfällt der Hinweis.ab 4.9.81

Hinweis anpassen oder abschalten

Unter Einstellungen → Design → Belege blendet „Steuerlicher Hinweis auf Belegen“ nur den Hinweistext aus, die USt-IdNr. bleibt stehen. „Steuernummer des Kunden“ entfernt den ganzen Block. Einen eigenen Text hinterlegen Sie unter Tools → xoLanguage. Ob der Text zu Ihren Geschäften passt, etwa bei Ausfuhren oder Reihengeschäften, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.ab 4.9.81

Ihre eigene Nummer steht unter Einstellungen → Design → Belege → Steuernummer Ihres Unternehmens. Auf dem Beleg ist sie ab Werk mit „Steuernummer“ beschriftet. Die E-Rechnung übernimmt denselben Wert als Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, siehe nächster Abschnitt. Belegvorlagen, Belegtexte und den Versand von Belegen beschreibt der Leitfaden Bestellungen bearbeiten.


E-Rechnung: Steuerangaben und Voraussetzungen

Die E-Rechnung (ZUGFeRD und XRechnung) enthält dieselben Steuerangaben wie der Beleg, nur maschinenlesbar. Der Shop erzeugt sie, sobald Ihre Stammdaten und die Rechnungsadresse vollständig sind.

Voraussetzungen

  • Einstellungen → Design → Belege → Steuernummer Ihres Unternehmens: Ihre USt-IdNr. Die E-Rechnung schreibt diesen Wert als Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Verkäufers.
  • Einstellungen → Allgemein → Grundeinstellungen: „Shop-Bankkonto Kontoinhaber“, „Shop-Bankkonto IBAN“ und „Shop-Bankkonto BIC“. Daraus stammt die Bankverbindung der E-Rechnung. Name und Anschrift kommen aus „Shopadresse und Kontaktdaten“.
  • Rechnungsadresse der Bestellung: Firma und USt-IdNr.

Wenn die E-Rechnung ausgegraut ist

Fehlt eine Angabe, sind die Einträge für die E-Rechnung im Menü „Belege“ und die Schalter beim Statuswechsel ausgegraut. Fahren Sie mit der Maus über den Eintrag: Der Hinweis „eRechnung-Generierung nicht möglich“ listet auf, was fehlt. Die Bankdaten erscheinen dort unter ihren internen Namen SHOP_BANK_OWNER, SHOP_BANK_IBAN und SHOP_BANK_BIC, die eigene Nummer als STORE_STEUERNUMMER.

Steuerkategorien in der E-Rechnung

FallKategorie
normale SteuerS mit dem Steuersatz
steuerbefreite Bestellung, Ware in ein anderes EU-LandK (innergemeinschaftliche Lieferung) mit Befreiungsgrundab 4.9.88
steuerbefreite Bestellung, DienstleistungsprodukteAE (Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers)
steuerbefreite Bestellung in ein Land außerhalb der EUAE

Den Befreiungsgrund schreibt der Shop immer als Code in die E-Rechnung. Der Schalter „Steuerlicher Hinweis auf Belegen“ wirkt nur auf den gedruckten Beleg.ab 4.9.81

Eine Pflicht zur E-Rechnung besteht nach § 14 UStG für Leistungen an andere Unternehmen im Inland, nicht gegenüber Verbrauchern. Privatkunden erhalten die PDF-Rechnung, weil der Shop die E-Rechnung nur mit Firma und USt-IdNr. in der Rechnungsadresse erzeugt. Wie Sie E-Rechnungen versenden, steht im Leitfaden Bestellungen bearbeiten.

Typische Fehler und ihre Abhilfe

Fast jede falsche Steuer lässt sich auf eine dieser Ursachen zurückführen. Prüfen Sie zuerst Land, Kundengruppe und Steuerklasse des Artikels.

BeobachtungUrsacheAbhilfe
Österreich mit 39 % oder ein anderes Land mit der Summe zweier SätzeLändersatz angelegt, Satz an der Zone „Europäische Union“ aber stehen gelassenden EU-Satz auf „EU - Deutschland“ umziehen, siehe OSS einrichten
Doppelter Satz, etwa 38 %, in einem einzelnen Land oder BundeslandLand zweimal in einer Zone oder als ganzes Land und zusätzlich mit Bundesländerndoppelten Eintrag in der Länderzone entfernen, den Health-Check auswerten
Privatkunde im EU-Ausland zahlt 19 % statt des LandessatzesSätze hängen noch an der Zone „Europäische Union“OSS einrichten, wenn Sie mit den Sätzen der Lieferländer abrechnen
Firmenkunde im EU-Ausland zahlt UmsatzsteuerKundengruppe nicht befreit, Länderkürzel der USt-IdNr. passt nicht zum Lieferland, Abholung oder Lieferung ins ShoplandKundengruppe des Kunden und USt-IdNr. der Rechnungsadresse prüfen
Ein EU-Land ohne UmsatzsteuerLand fehlt in der Zone „Europäische Union“, oder nach der OSS-Umstellung fehlt der Satz für Land oder KlasseHealth-Check prüfen, fehlende Sätze anlegen
Ein Kunde zahlt überall 0 %, auch in Deutschlandseine Kundengruppe steht auf „Kundengruppe von Steuer befreit: Ja“Gruppe auf „ja, wenn Ust-ID mit Versandland übereinstimmt“ stellen oder den Kunden umgruppieren
Einzelne Artikel ohne UmsatzsteuerArtikel ohne Steuerklasse oder Klasse ohne Satz für das Landin der Liste der Steuerklassen die Zeile „ohne Steuersatz“ prüfen und Artikel zuordnen
Schweiz oder Großbritannien ohne Umsatzsteuerkeine Zone mit Steuersatz für Länder außerhalb der EUso vorgesehen, steuerliche Behandlung mit Ihrer Steuerberatung klären
Bruttopreise ändern sich nach der OSS-UmstellungPreise sind netto gespeichert„Steuer Netto Faktor benutzen“ und Faktor je Land, siehe gleiche Bruttopreise
Kein steuerlicher Hinweis auf der Rechnungkeine USt-IdNr. in der Rechnungsadresse, Lieferung ins Shopland, Steuer auf dem Beleg oder Schalter ausRechnungsadresse und Kundengruppe prüfen, siehe Belege
E-Rechnung nicht wählbarBankverbindung, eigene Nummer oder Firma und USt-IdNr. der Rechnungsadresse fehlenHinweis am ausgegrauten Eintrag lesen, Angaben ergänzen


Checkliste

  1. Land und Bundesland Ihres Unternehmens unter Einstellungen → Allgemein → Grundeinstellungen korrekt.
  2. Jeder Artikel hat eine Steuerklasse, die Zeile „ohne Steuersatz“ in den Steuerklassen ist leer oder bewusst so gewollt.
  3. Die Zone „Europäische Union“ enthält alle 27 Mitgliedstaaten, der Health-Check meldet nichts.
  4. Mit Ihrer Steuerberatung geklärt: deutsche Sätze für die ganze EU oder OSS.
  5. Bei OSS: kein Satz mehr an der Zone „Europäische Union“, je Land und Klasse genau ein Satz.
  6. Kundengruppe für EU-Firmenkunden auf „ja, wenn Ust-ID mit Versandland übereinstimmt“, Prüfung der USt-IdNr. eingeschaltet.
  7. Steuersatz jeder Versandart gesetzt.
  8. Eigene USt-IdNr. und Bankverbindung für Belege und E-Rechnung gepflegt.
  9. Testbestellungen für Deutschland, ein EU-Land und, falls Sie dorthin liefern, ein Land außerhalb der EU geprüft.

Häufige Fragen

Warum berechnet der Shop bei Lieferung ins EU-Ausland 19 % statt des Satzes des Lieferlandes?

Ab Werk hängen die Sätze 19 und 7 Prozent an der Zone „Europäische Union“ und gelten damit für jedes EU-Land. Die Sätze der Lieferländer berechnet der Shop erst, wenn Sie sie wie unter OSS einrichten beschrieben anlegen. Für Firmenkunden mit USt-IdNr. in einer nicht befreiten Gruppe bleibt es bewusst beim Satz Ihres Shoplandes.

Wie richte ich die Mehrwertsteuer je EU-Lieferland für das OSS-Verfahren ein?

Unter Einstellungen → Land / Steuer → Steuersätze die Sätze der Zone „Europäische Union“ auf „EU - Deutschland“ umstellen und für jedes weitere EU-Land je Steuerklasse einen Satz an der Zone „EU - <Land>“ anlegen. Die Schritte stehen unter OSS einrichten.

Warum wird die Mehrwertsteuer doppelt berechnet?

Der Shop zählt alle Sätze derselben Steuerklasse und Priorität zusammen, die für ein Land gelten. Doppelt wird es, wenn ein Land in zwei Zonen mit Satz steht, zum Beispiel in „Europäische Union“ und „EU - Österreich“, oder zweimal in derselben Zone. Doppelte Einträge in einer Zone lehnt die Maske ab, ältere entfernt der Shop selbst. Zwei Zonen mit Satz müssen Sie selbst bereinigen.

Warum wird Kunden aus dem EU-Ausland Mehrwertsteuer berechnet?

Bei Privatkunden ist das richtig, entweder mit dem deutschen Satz oder mit dem Satz des Lieferlandes. Firmenkunden bekommen 0 % nur, wenn sie in einer Kundengruppe mit Steuerbefreiung sind und das Länderkürzel ihrer USt-IdNr. zum Lieferland passt.

Wie erstelle ich Rechnungen ohne Mehrwertsteuer für Firmenkunden im EU-Ausland?

Den Kunden in eine Gruppe mit „Kundengruppe von Steuer befreit: ja, wenn Ust-ID mit Versandland übereinstimmt“ stellen und die USt-IdNr. in seiner Rechnungsadresse pflegen. Neue Bestellungen rechnet der Shop dann ohne Umsatzsteuer, die Rechnung trägt den Hinweis zur innergemeinschaftlichen Lieferung. Eine bestehende Bestellung stellen Sie im Bestelleditor über das Feld „Kundengruppe“ um. Ob die Voraussetzungen der Steuerbefreiung vorliegen, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.

Warum landet ein Kunde mit USt-IdNr. automatisch in der Händlergruppe?

Das ist die automatische Händlerzuordnung unter Einstellungen → Checkout → UsSt. ID Validierung. Bei der Registrierung mit gültiger USt-IdNr. kommt ein Kunde aus Ihrem Land in die Gruppe „Automatische Händlerzuordnung Inland“, ein Kunde aus einem anderen Land in die Gruppe „Automatische Händlerzuordnung Ausland“. Welche Gruppen das sind, stellen Sie dort ein. Bestehende Konten ändert die Zuordnung nicht.

Warum wird bei Lieferung ins Ausland keine Mehrwertsteuer ausgewiesen?

Für Länder außerhalb der EU ist ab Werk kein Steuersatz angelegt, der Shop rechnet dort 0 %. Fehlt die Steuer bei einem EU-Land, ist der Kunde in einer befreiten Kundengruppe, das Land fehlt in der Zone „Europäische Union“ oder nach einer OSS-Umstellung fehlt der Satz für dieses Land oder diese Steuerklasse.

Wie stelle ich ein, dass Artikel immer 19 % bekommen, und wo ändere ich den Standardsteuersatz?

Neue Artikel bekommen die Steuerklasse, die unter Einstellungen → Land / Steuer → Steuerklassen als „Standard“ markiert ist, ab Werk „Normal“ mit 19 %. Bestehende Artikel stellen Sie im Artikel im Reiter „Preise“ bei „Steuersatz“, in den Quick Updates oder per CSV-Import um. Den Prozentwert selbst ändern Sie unter Steuersätze.

Beeinflussen die Steuersätze im Backend die Preise im Shop?

Ja. Artikelpreise sind netto gespeichert, den Bruttopreis rechnet der Shop bei jeder Anzeige mit dem Steuersatz des Lieferlandes. Ändern Sie einen Satz, ändern sich die Bruttopreise sofort. Bereits gespeicherte Bestellungen behalten ihre Sätze.

Wo stelle ich den Preishinweis „inkl. USt. zzgl. Versand“ ein?

Unter Einstellungen → Checkout → Versand/Verpackung → „Preisauszeichnung (Steuer- und Versandkostenhinweis)“. Dort wählen Sie, ob Steuer, Versand, beides, mit oder ohne Steuersatz oder ein Sternchen erscheint. Den Wortlaut ändern Sie unter Tools → xoLanguage.

Wie berechne ich Dienstleistungen an Kunden in der Schweiz mit deutscher Umsatzsteuer?

Länder außerhalb der EU haben ab Werk keinen Steuersatz. Legen Sie für solche Leistungen eine eigene Steuerklasse an und hängen Sie deren Satz an eine Zone, die die Schweiz und alle anderen betroffenen Länder enthält, etwa eine Kopie von „Europa komplett“. Für diese Klasse darf kein Land einen zweiten Satz aus einer anderen Zone bekommen. Ob deutsche Umsatzsteuer anfällt, hängt von der Leistung und vom Kunden ab, das klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.

Wie entferne ich den steuerlichen Hinweis von Rechnungen?

Unter Einstellungen → Design → Belege „Steuerlicher Hinweis auf Belegen“ ausschalten. Dann entfällt nur der Hinweistext, die USt-IdNr. des Kunden bleibt stehen. Der Befreiungsgrund der E-Rechnung bleibt erhalten. In Shops vor XONIC 4.9.81 geht das nur über einen geleerten Sprachtext.

Warum sind die Schalter für ZUGFeRD und XRechnung ausgegraut?

Es fehlt eine Voraussetzung: Ihre Nummer unter „Steuernummer Ihres Unternehmens“, die drei Felder „Shop-Bankkonto …“ oder Firma und USt-IdNr. in der Rechnungsadresse der Bestellung. Der Hinweis am ausgegrauten Eintrag im Menü „Belege“ nennt die fehlenden Angaben.

Wo trage ich USt-IdNr., Firmennamen und Bankdaten für die E-Rechnung ein?

Ihre USt-IdNr. unter Einstellungen → Design → Belege → „Steuernummer Ihres Unternehmens“, Firmenname und Anschrift unter Einstellungen → Allgemein → Grundeinstellungen → „Shopadresse und Kontaktdaten“, Kontoinhaber, IBAN und BIC in den Feldern „Shop-Bankkonto …“ derselben Seite. Firma und USt-IdNr. des Kunden stehen in seiner Rechnungsadresse.

Erhalten auch Privatkunden eine E-Rechnung?

Nein. Der Shop erzeugt die E-Rechnung nur, wenn die Rechnungsadresse Firma und USt-IdNr. enthält. Privatkunden erhalten die PDF-Rechnung. Eine Pflicht zur E-Rechnung gegenüber Verbrauchern sieht § 14 UStG nicht vor.

Wie geht die E-Rechnung an die Rechnungsadresse der Buchhaltung eines Kunden?

Tragen Sie im Kundenkonto die Adresse im Feld „E-Mailadresse (Rechnung)“ ein. Statusmails mit angehängter Rechnung oder E-Rechnung gehen dann zusätzlich an diese Adresse. Wie Sie die E-Rechnung an eine Statusmail hängen, steht im Leitfaden Bestellungen bearbeiten.

Dieser Leitfaden beschreibt die Arbeitsweise im Shopsystem und ersetzt keine steuerliche Beratung. Für die Beurteilung Ihres konkreten Falls wenden Sie sich bitte an Ihre Steuerberatung.


Weiterführende Leitfäden

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